Als die Popmusik zur Kunst wurde: Aufbruch
Schon immer hatte Musik für den Menschen eine besondere Wirkung: Sie tröstet, regt an zu Reflexion und Meditation, spiegelt Zeitgeist und Ideale, wurde klingender Träger von Moral und greift bisweilen in politische Prozesse ein. Die 60er- und 70er-Jahre bilden dabei einen Kristallisationspunkt, der bis heute nachwirkt. Verkrustete Strukturen brachen auf, die Trennung von E- und U-Musik wurde aufgelöst („ernst“, Hochkultur vs. „unterhaltend“, minderwertig). Bob Dylans „The times they are a-changin’“ wurde zum Kampflied einer Generation. Nicht nur Dylan wagte die radikale Abkehr von Popmusik, die die Probleme des wirklichen Lebens verdrängte und etablierte sie stattdessen als Kunst.
Ausgehend vom Blues drückten Bands wie The Who oder ELP, aber auch Künstler wie Jimi Hendrix, Joe Cocker und gar die Beatles, das aus, was eine neue Generation fühlte – und das nicht nur bei Woodstock ´69, als nach Vietnam, Kubakrise und Präsidentenmorden Hunderttausende auf eine bessere Welt hofften. Auch Europäische Avantgarde-Musiker/-innen wie Stockhausen und Luigi Nono oder John Cage, Terry Riley oder die aus dem Bebop kommenden Jazzer – sie alle einte die Überzeugung, dass es keine U- und E-Musik, sondern nur gute und schlechte Musik gibt. Dieser Vortrag reflektiert Hintergründe, Beweggründe, Brüche und Widersprüche - koloriert mit viel Musik. Die beiden Abschnitte Ausbruch und Aufbruch sind separat buchbar.
„Hier geht es zum ersten Abschnitt „Ausbruch“, Nr. A206A311“
Status:
Kursnr.: A206A312
Beginn: Mi., 25.11.2026, 16:30 - 18:00 Uhr
Dauer: 1
Kursort: vhs, Deutschhof, Raum 401/Atelier
Gebühr: 8,00 €
Kirchbrunnenstr. 12
74072 Heilbronn
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