Der Wolf und die Deutschen
Konflikt oder Koexistenz?
Die Rückkehr des Wolfs in unsere Kulturlandschaft löst gegensätzliche Emotionen aus: Während die einen das Tier als Symbol intakter Natur bewundern, sehen andere in ihm eine Bedrohung für ihre Existenz und ihre Tiere. Diese Spannung führt zu tiefgreifenden gesellschaftlichen Konflikten, die weit über den biologischen Artenschutz hinausgehen.
In diesem Vortrag setzen sich die Teilnehmenden mit der zentralen Frage auseinander, unter welchen Voraussetzungen ein dauerhaftes Miteinander von Mensch und Wolf möglich ist. Die Veranstaltung vermittelt Orientierungswissen zu den Ursachen von Mensch-Wildtier-Konflikten und erläutert, wie Lösungsstrategien aus der Arbeit mit anderen Raubtieren auf die Situation des Wolfs übertragen werden können. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Analyse der verschiedenen Perspektiven von Politik, Naturschutz, Wissenschaft und den betroffenen Menschen vor Ort. Ziel ist es, die komplexen Zusammenhänge zwischen ökologischen Notwendigkeiten und sozialen Anforderungen zu verstehen und die eigene Meinung auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse zu bilden.
Die Vermittlung erfolgt in Form eines Fachvortrags, der theoretische Grundlagen mit praktischen Beispielen aus der internationalen Forschung verknüpft und Raum für Reflexion über die aktuelle Situation in Deutschland lässt.
Referent ist Prof. Heribert Hofer. Er verfügt über eine über vierzigjährige Expertise in der Verhaltensökologie und dem Naturschutz von Raubtieren. Als ehemaliger Direktor des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) in Berlin und Seniorprofessor der Freien Universität Berlin bringt er umfassende Erfahrung in der Leitung internationaler Langzeitforschungsprojekte (u. a. in Europa, Tansania und Namibia) ein, insbesondere im Bereich der Mensch-Wildtier-Konflikte.
Status:
Kursnr.: A114A121D
Dozent/in:
Heribert Hofer Alle Kurse zeigen
Beginn: Mo., 05.10.2026, 19:30 - 21:00 Uhr
Dauer: 1
Kursort: Homeoffice Vortrag
Gebühr: 5,00 €
Online-Vortrag
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